Förderlinie Psychische Gesundheit

Social Media, Medienkompetenz und psychische Gesundheit

Seit 2023 fördert die Stiftung Polytechnische Gesellschaft gezielt gemeinnützige Projekte, die die psychische Gesundheit der Menschen in Frankfurt am Main stärken. Ab 2026 setzt die Förderlinie "Psychische Gesundheit" einen neuen Schwerpunkt: "Social Media, Medienkompetenz und psychische Gesundheit".

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"Psychische Gesundheit ist ein Zustand des Wohlbefindens, in dem eine Person ihre Fähigkeiten ausschöpfen, die normalen Lebensbelastungen bewältigen, produktiv arbeiten und einen Beitrag zur Gemeinschaft leisten kann." (WHO, 2019)

Auf dem Weg zur »Gesunden Stadt«

Seit dem Start der Förderlinie "Psychische Gesundheit" hat die Stiftung Polytechnische Gesellschaft rund 500.000 Euro für mehr als 50 gemeinnützige Projekte bereitgestellt, die die Resilienz und die psychische Gesundheit stärken und Frankfurt auf dem Weg zur "gesunden Stadt" voranbringen. 2026 setzt die Förderlinie einen neuen Schwerpunkt: "Social Media, Medienkompetenz und psychische Gesundheit".

Soziale Medien prägen die Lebenswelt junger Menschen in hohem Maße. Sie bieten Chancen für Austausch, Teilhabe, Informationsbeschaffung und Vernetzung. Zugleich können sie – vor allem bei intensiver Nutzung – mit Risiken für die psychische Gesundheit verbunden sein.

Vor diesem Hintergrund setzt die Stiftung Polytechnische Gesellschaft im Rahmen ihrer Förderlinie Psychische Gesundheit einen neuen Schwerpunkt auf das Thema "Social Media, Medienkompetenz und psychische Gesundheit". Für mindestens drei Jahre stellt die Stiftung hierfür jährlich einen sechsstelligen Förderbetrag zur Verfügung.

Ziel der Ausschreibung ist es, gemeinnützige Träger dabei zu unterstützen, Kinder und Jugendliche in Frankfurt am Main zu einem kompetenten und gesunden Umgang mit sozialen Medien zu befähigen. Zugleich sollen Eltern, Familien sowie pädagogische Fachkräfte in ihrer Rolle als Bezugspersonen und Vorbilder gestärkt werden.

Antragstellung

Wer kann sich bewerben?

Wir unterstützen Projekte gemeinnütziger Träger, die in Frankfurt die Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen, Eltern und Familien sowie Pädagoginnen und Pädagogen und weiteren Bezugspersonen im Umgang mit sozialen Medien stärken.

Was wird gefördert?

Gefördert werden wirkungsvolle, praxisnahe gemeinnützige Projekte in Frankfurt, die einen kompetenten und gesunden Umgang junger Menschen mit sozialen Medien stärken. Dazu zählen insbesondere:

  • Präventions-, Aufklärungs- und Bildungsangebote
  • Beratungs- und Therapieangebote für von Social-Media-Sucht Betroffene und ihr Umfeld
  • Peer-to-Peer Formate
  • kreative und partizipative Formate zur Reflexion von Mediennutzung
  • Ansätze zur Stärkung der "Abschaltkompetenz"

Die Projekte können sich richten an Frankfurter

  • Kinder und Jugendliche
  • Eltern und Familien
  • Pädagoginnen und Pädagogen
  • weitere Bezugspersonen junger Menschen

Wie wird gefördert?

Anträge können zu zwei Fristen im Jahr eingereicht werden: zum 20. April 2026 (Beschlussfassung bis Ende Juni 2026) und zum 22. August 2026 (Beschlussfassung bis Anfang Oktober 2026).

  • Förderhöhe: 2.500 Euro bis 25.000 Euro pro Projekt
  • Fördergebiet: Frankfurt am Main
  • Antragsberechtigt: gemeinnützige Träger

Die Mittel können für Personal-, Sach- und projektbezogene Kosten eingesetzt werden. Eine klare Ziel- und Wirkungsdefinition, eine nachvollziehbare Projektstruktur sowie eine realistische Finanzplanung sind Voraussetzung für eine Förderung.

 

 

Förderlinie »Social Media, Medienkompetenz und psychische Gesundheit«

Antragsfristen

 

20. April 2026

Beschlussfassung Ende Juni 2026

 

22. August 2026

Beschlussfassung Anfang Oktober 2026

Hintergrund

Das Jugendalter ist eine Phase tiefgreifender körperlicher, kognitiver, emotionaler und sozialer Entwicklungen, in der eine besonders hohe Vulnerabilität hinsichtlich der Entstehung psychischer Erkrankungen besteht: 50 Prozent aller psychischen Erkrankungen beginnen vor dem 15. Lebensjahr, 75 Prozent vor dem 25. Lebensjahr. (vgl. Studie "Towards a youth mental health paradigm: a perspective and roadmap", Ulhaas et.al., 2022)

Mehr als 80 Prozent der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland nutzen das Internet täglich, im Durchschnitt 3,35 Stunden, den Großteil davon in sozialen Medien (vgl. JIM-Studie 2024). Bei etwa 4,7 Prozent der Jugendlichen liegt ein suchtartiger Social-Media-Konsum vor. (vgl. DAK Mediensucht-Studie 2024)

Intensive Nutzung kann mit Depressionen, Angststörungen, Schlafproblemen und negativem Stresserleben in Zusammenhang stehen. Während Cyberbullying, der Konsum von Falschinformationen oder ein uneingeschränktes Vertrauen in KI offensichtlichere Gefahren darstellen, zählen eine reduzierte Aufmerksamkeitsspanne oder die Abnahme der Lesekompetenz zu den eher schleichenden möglichen Begleiterscheinungen. (vgl. Positionspapier "Soziale Medien und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen", Leopoldina, 2025)

Sprechen Sie uns an.

Ihr Team vom Förderbereich steht Ihnen für Fragen und Beratung gerne zur Seite.

Christina Braun Projektleiterin
Förderbereich
069 - 789 889 - 27
cbraun@sptg.de
Daphne Lipp Bereichsleiterin
Förderbereich
069 - 789 889 - 18
lipp@sptg.de