Vortragsreihe

Sprache und Bildung

Die Vortragsreihe zur Lage der deutschen Sprache in den Schulen. Eine Kooperation der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft.

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Vortragsreihe zur Lage der deutschen Sprache in den Schulen

Im Herbst 2021 erschien der Dritte Bericht zur Lage der deutschen Sprache der von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften herausgegeben wurde.

Unter dem Titel „Die Sprache in den Schulen – Eine Sprache im Werden“ befasst sich der Bericht sprachwissenschaftlich mit den historischen und aktuellen Entwicklungen der deutschen Sprache in den Schulen.

Wichtige Ergebnisse des Berichts wurden in der Veranstaltungsreihe „Sprache und Bildung“ einer bildungsinteressierten Frankfurter Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Reihe wurde in Kooperation mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung durchgeführt.

Hierzu hat es zu verschiedenen Themen aus dem Bericht drei Veranstaltungen in Frankfurt in Form von Podiumsgesprächen mit den Autorinnen und Autoren der Studien gegeben.

Rückblick

3. Veranstaltung

Zwischen allen Stühlen? Bildungssprache Deutsch

Datum: 30. Juni 2023, 19:00 Uhr
Ort: Evangelische Akademie Frankfurt
Referentinnen: Dr. Moti Mathiebe (Leibniz Universität Hannover), Prof. Dr. Miriam Langlotz (Universität Kassel), Prof. Dr. Beate Lütke (Humboldt-Universität zu Berlin)
Moderation: Prof. Dr. Ursula Bredel (Universität Hildesheim) und Prof. Dr. Helmuth Feilke (Justus-Liebig-Universität Gießen)

Zum Thema: Der Dritte Bericht zur Lage der deutschen Sprache in den Schulen hat an die Stelle von Verfallsmythen ein differenziertes Bild des Erwerbs bildungssprachlicher Fähigkeiten in der Schule gesetzt. Zugleich belegt er eine große Heterogenität der Sprachvoraussetzungen und große Unterschiede insbesondere der schriftsprachlichen Fähigkeiten bei Schülerinnen und Schülern. Was genau zeigt der Bericht zur Lage, wie kann sie erklärt werden und wo steht die Bildungssprache im Spannungsfeld innerer und äußerer Sprachenvielfalt?

In der Veranstaltung haben die Wissenschaftlerinnen Dr. Moti Mathiebe, Prof. Dr. Miriam Langlotz und Prof. Dr. Beate Lütke einen Einblick in aktuelle Befunde rund um die Themenfelder Mehrsprachigkeit und Deutsch als Zweitsprache sowie Grammatik und Wortschatzerweiterung gegeben.

Ein Dossier mit einer inhaltlichen Zusammenfassung der 3. Veranstaltung finden Sie hier.

2. Veranstaltung

Sprachverfall? Historische Entwicklungen der Sprache in der Schule

Datum: 16. März 2023, 19:00 Uhr
Ort: Evangelische Akademie Frankfurt
Referenten: Prof. Dr. Ursula Bredel (Universität Hildesheim), Prof. Dr. Kristian Berg (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) und Prof. Dr. Dirk Betzel (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg)
Moderation: Prof. Dr. Helmuth Feilke (Justus-Liebig-Universität Gießen)

Zum Thema: Meist wird angenommen, dass sich die sprachlichen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen immer weiter verschlechtern und dass deshalb ein Sprachverfall drohe. Etwas ganz anderes ist es, einer solchen Annahme empirisch nachzugehen. Was ist also dran an der These des Sprachverfalls? Am Beispiel von Befunden zum Handschreiben und zur Rechtschreibung (Großschreibung, Interpunktion) sind die Wissenschaftler Ursula Bredel, Dirk Betz und Kristian Berg dieser Frage nachgegangen und zeichnen ein durchaus differenziertes Bild. Die Veranstaltung thematisiert und diskutiert, welche historischen Veränderungen tatsächlich beobachtbar sind und wie sie einzuschätzen sind.

Ein Dossier mit einer inhaltlichen Zusammenfassung der 2. Veranstaltung finden Sie hier. Außerdem steht Ihnen eine Aufzeichnung des Abends unten stehend zur Verfügung.

1. Veranstaltung

Familiensprache – Schulsprache – Lehrersprache

Datum: Donnerstag, 6. Oktober 2022, 19:00 Uhr
Ort: Evangelische Akademie Frankfurt
Referentinnen: Prof. Dr. Miriam Morek (Universität Duisburg-Essen) und Prof. Dr. Katrin Kleinschmidt-Schinke (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)
Moderation: Prof. Dr. Ursula Bredel (Universität Hildesheim) und Prof. Dr. Helmuth Feilke (Justus-Liebig-Universität Gießen)

Zum Thema: Schule ist ein Schmelztiegel des Spracherwerbs. Spracherfahrungen aus unterschiedlichen sozialen Milieus und Familien treffen auf die vor allem mit dem Lesen- und Schreibenlernen verbundenen Spracherwartungen der Schule. Dazu kommt eine bildungs- und fachsprachliche Prägung des schulischen Sprachlernens, die auch den mündlichen Sprachgebrauch verändert. Die Familiensprache kann ein Kapital des schulischen Sprachlernens sein, sie kann aber auch eine Hypothek sein. Wie stellt sich die Schule auf unterschiedliche Ausgangslagen ein? Wie sprechen Lehrerinnen und Lehrer mit ihren Schülerinnen und Schülern, und wie wirkt dies zurück auf das Sprachlernen? Die Veranstaltung gibt Einblicke in die kommunikativen Praktiken von Eltern und Lehrkräften und zeigt Möglichkeiten auf, wie Kinder und Jugendliche beim Erwerb der Bildungssprache auch ganz beiläufig unterstützt werden können.

Ein Dossier mit einer inhaltlichen Zusammenfassung der 1. Veranstaltung finden Sie hier. Außerdem steht Ihnen eine Aufzeichnung des Abends unten stehend zur Verfügung.

»Die Entwicklung sprachlicher Fähigkeiten ist eine zentrale Aufgabe der Schule, ihr Erfolg entscheidet mit über Lebenschancen und gesellschaftliche Teilhabe. Umso überraschender ist, dass es zur Lage der deutschen Sprache an den Schulen ein erstaunliches Defizit an tragfähigen empirischen Untersuchungen gibt. Der vorgelegte Sprachbericht macht einen Anfang, indem er Erkenntnisse zur Situation der sprachlichen Bildung in den Schulen zusammenführt.« Prof. Dr. Ernst Osterkamp Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung

Ein Projekt der

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Anne Bachmann Projektleiterin Bildung 069 - 789 889 - 39
bachmann@sptg.de

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