Mehr als 30.000 Kinder und Jugendliche an über 50 Frankfurter Schulen haben seit 2011 am Programm "Jazz und Improvisierte Musik in die Schule!" (JIMS) teilgenommen. Zum 15-jährigen Bestehen blickte das Projekt bei einem Jubiläumskonzert im Gallus Theater auf seine Entwicklung zurück.
Seit 15 Jahren bringt das Programm "Jazz und Improvisierte Musik in die Schule!" (JIMS) professionelle Jazzmusik in Frankfurter Klassenzimmer. Was 2011 auf Initiative der Stiftung Polytechnische Gesellschaft begann, hat sich zu einem etablierten Angebot der kulturellen Bildung entwickelt. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen einen Zugang zum Jazz zu eröffnen und sie zum eigenen Musizieren und Improvisieren anzuregen.
Dafür bietet JIMS unter anderem Mitmachkonzerte, Schüler-Jamsessions, das Frankfurter Jugend-Jazzensemble und Fortbildungen für Lehrkräfte an. Hinzu kommt das Qualitätssiegel „Jazz-Aktiv-Schule“. Pädagogische Begleitung und Unterrichtsmaterialien ergänzen die Angebote, die für Frankfurter Schulen kostenfrei sind.
Improvisation als musikalisches und pädagogisches Prinzip
Ein zentraler Bestandteil des Programms ist die Zusammenarbeit mit professionellen Musikerinnen und Musikern aus der Frankfurter Jazzszene. Sie vermitteln den Schülerinnen und Schülern nicht nur musikalische Grundlagen, sondern geben auch Einblicke in ihre künstlerische Arbeit.
"Im Mittelpunkt steht dabei die Improvisation - als musikalische Ausdrucksform ebenso wie als pädagogisches Prinzip", erklären die beiden Projektleiter Nina Hacker und Gernot Dechert. "Kreativität, Teamgeist, gegenseitiges Zuhören und spontanes Gestalten werden auf einzigartige Weise miteinander verbunden. Damit vermittelt das Programm weit mehr als musikalische Fähigkeiten: Es stärkt soziale Kompetenzen, fördert Selbstvertrauen und eröffnet jungen Menschen neue kulturelle Erfahrungsräume."
Entwickelt wurde JIMS 2011 von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die das Programm gemeinsam mit der Aventis Foundation ermöglicht. Seit 2014 liegt die Trägerschaft bei der Musikschule Frankfurt. Heute wird das Programm von Nina Hacker und Gernot Dechert geleitet und gemeinsam mit einem Team aus der Frankfurter Jazzszene weiterentwickelt.
Kooperationen mit Schulen und Kulturinstitutionen
In den vergangenen Jahren ist rund um JIMS ein Netzwerk aus Schulen, Kulturinstitutionen sowie regionalen und internationalen Jazzmusikerinnen und Jazzmusikern entstanden. Dazu zählen auch Kooperationen mit der Alten Oper Frankfurt.
"In den vergangenen 15 Jahren sind zahlreiche Kooperationen mit Frankfurter Schulen, Kulturinstitutionen und international renommierten Jazzmusikerinnen und Jazzmusikern entstanden", sagt Daphne Lipp, Bereichsleiterin Förderbereich und Kulturelle Bildung der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Formate wie RESIDENZ@SCHOOL in Zusammenarbeit mit der Alten Oper Frankfurt, Workshops sowie Schülerkonzerte und Festivals ermöglichten Begegnungen mit professionellen Musikerinnen und Musikern.
Zum 15-jährigen Bestehen ist ein Jubiläumskonzert im Gallus Theater vorgesehen. Auch in Zukunft will JIMS Kinder und Jugendliche für Jazz begeistern und ihnen Raum für gemeinsames Musizieren, kreative Experimente und Improvisation bieten.
Weitere Informationen zum Programm und zu den Angeboten für Schulen gibt es unter www.schuljazz-frankfurt.de.