Das Bergen-Enkheimer Netzwerk für Jugendbeteiligung (BENJu) setzt sich im Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim dafür ein, die Interessen, Ideen und Perspektiven junger Menschen aus dem Quartier sichtbar zu machen und ihnen Gehör zu verschaffen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht die Vorstellungen der Erwachsenen, sondern die Themen, Anliegen und Sichtweisen der Jugendlichen selbst. Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft ist aktuell im Netzwerk vertreten.
Dialog ermöglichen – Zugänge eröffnen
Als unabhängiges, überparteiliches und konfessionell neutrales Netzwerk und als eine Untergruppe vom STAK (Stadtteilarbeitskreis) versteht sich BENJu als Impulsgeber, Mitdenker und Brückenbauer. Die Netzwerkmitglieder ermöglichen Dialogräume, beraten, unterstützen und schaffen Zugänge - mit dem Ziel, junge Menschen darin zu bestärken, ihre Lebenswelt aktiv mitzugestalten. BENJu stellt Ressourcen, Kontakte und Wissen zur Verfügung und arbeitet am Einbezug junger Menschen in Entscheidungsprozesse. Das Netzwerk macht Engagement sichtbar und eröffnet jungen Menschen die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und umzusetzen.
Leitbild - Jugend und ihre Themen im Fokus
• Die Ideen und Blickwinkel (und Werte) von Jugendlichen stehen im Fokus unseres Tuns.
• Wir verschaffen den Themen und Anliegen der Jugend Sichtbarkeit und Öffentlichkeit.
• Wir arbeiten an Möglichkeiten, dass junge Menschen aktiv in Entscheidungsprozesse, die ihre Lebenswelt betreffen, mit einbezogen werden.
• Wir sind neutral (unabhängig, überparteilich, konfessionell).
• Unser Netzwerk besteht immer aus verschiedenen Institutionen.
• Wir geben jungen Menschen in Bergen-Enkheim Beratung, Unterstützung und schaffen Einblick und Zugänge in etablierte Strukturen (Gremien wie Ortsbeiräte, Stadtteilarbeitskreis).
• Wir sind erreichbar und nahbar für die Jugendlichen.
• Wir ermutigen und bestärken Jugend und geben ihr Ressourcen, sich selbst zu engagieren.
• Wir sind Impulsgebende und Mitdenkende.
• Wir arbeiten intermediär, sehen uns also als Brücke und Mittlerin zwischen Jugend und Stadtöffentlichkeit.
BENJu als Intermediär
In BENJu arbeiten Vertreterinnen und Vertreter zentraler Institutionen und Organisationen aus Bergen-Enkheim zusammen – darunter Schule, Jugendhilfe, Jugendarbeit, Vereine, Kirchengemeinden und weitere zivilgesellschaftliche Akteure. Durch diese Vernetzung bündelt das Netzwerk unterschiedliche Perspektiven und Fachkenntnisse und kann Themen junger Menschen wirksam in bestehende Strukturen und Entscheidungsprozesse einbringen.
Vom ersten Dialog zum etablierten Netzwerk
Entstanden ist BENJu im Sommer 2025: Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft initiierte "Lass mal reden!"-Dialogrunden an der Schule am Ried. "Was bedeutet gutes Miteinander für Bergen-Enkheim? Was braucht es dafür?" Es folgten Gespräche von Schülerinnen und Schülern mit Verantwortlichen aus Politik, Bildung, Vereinen und Stadtgesellschaft im Rahmen des "Pavillons der Demokratie". Die dort formulierten Anliegen - u. a. zu konsumfreien Aufenthaltsorten für Jugendliche, kostenfreien Sportmöglichkeiten im öffentlichen Raum, mehr Austausch zwischen Generationen zum Abbau von Vorurteilen oder Fragen nach Umweltschutz und Sicherheit in Bergen-Enkheim – machten den erwachsenen Entscheidungsträgerinnen und -trägern aus dem Stadtteil deutlich: „Hier müssen wir dranbleiben!".
BENJu hat es sich zum Ziel gesetzt, Strukturen für Jugendbeteiligung vor Ort zu schaffen und zu erhalten.
Aktuell im Netzwerk vertreten sind:
- Schule am Ried (Schulleitung und Vertrauenslehrkräfte)
- Jugendhilfe Schule am Ried (Schulsozialarbeit)
- Jugendhaus Bergen (Leitung und Sozialarbeit)
- Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim (Geschäftsführung)
- TV Bergen-Enkheim (Vorstand)
- Mosaikkirche (Pfarrer und Ehrenamtliche)
- engagierte Bürgerinnen
- Stiftung Polytechnische Gesellschaft
Das sind die aktuellen Themen:
- Einsatz für eine neue Pumptrack und eine Halfpipe
- Umgestaltung der Brachfläche hinter der Schule am Ried/Gelände Rangenbergstraße zu öffentlicher Sport- und Begegnungsfläche
- interfraktioneller Ortsbeiratsantrag für ein weiteres Jugendzentrum (JuZ für Enkheim) in 2025 (aktuell in 2026: Gespräche mit der Stadt Frankfurt)
- Initiierung und Begleitung eines Jungen Stadtteilarbeitskreises (JuSTAK), in dem jugendliche Vertreterinnen und Vertreter von Schule, Jugendzentrum, Horten usw. ihre Themen diskutieren und für die Öffentlichkeit formulieren
- Etablierung von Elementen für Jugendengagement rund um Schule (Zusammenarbeit mit SV)
- Beteiligungs- und Dialogstände an öffentlichen Plätzen und Festen (z. B. Berger Markt)
BENJU unterstützt die Arbeit des JuSTAK personell und inhaltlich und sorgt dafür, dass die von jungen Menschen eingebrachten Themen langfristig verfolgt werden. Mit seinen Aktivitäten trägt das Bergen-Enkheimer Netzwerk für Jugendbeteiligung insgesamt dazu bei, dass Jugendbeteiligung in Bergen-Enkheim nicht punktuell bleibt, sondern dauerhaft verankert wird.
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