Eine Straße geht ins Konzert

Alt-Preungesheim lädt zum gemeinschaftlichen Musik erleben ein

17. Juni 2026, von Jens-Ekkehard Bernerth. Bild: Alte Oper Frankfurt/Salome Roessler

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Das Communityprojekt "Eine Straße geht ins Konzert" der Alten Oper Frankfurt und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft geht in die dritte Runde. Für die Saison 2026/27 hat die Jury die Straßengemeinschaft Alt-Preungesheim ausgewählt.

Überzeugt habe die Jury vor allem das sichtbare Engagement der Nachbarschaft, die Kreativität des Teams und die Vielzahl an Ideen für gemeinsame Projekte. Unter dem Motto "Mach (es) mit Musik!" plant Alt-Preungesheim unter anderem einen "Chor für einen Abend", ein Mitmachkonzert für Kinder und weitere musikalische Begegnungsformate.

"Die Bewerbung aus Alt-Preungesheim hat uns durch ihren Ideenreichtum und ihre klare Vision überzeugt", sagt Alte-Oper-Intendant Dr. Markus Fein. Prof. Dr. Frank E. P. Dievernich, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, betont: "Kultur verbindet Menschen. Und genau darum geht es uns als Stiftung Polytechnische Gesellschaft, denn in den heutigen Zeiten brauchen wir mehr denn je ein gemeinsam gelebtes 'Wir'." Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig würdigt das Projekt als wichtigen Beitrag zur kulturellen Teilhabe in den Stadtteilen: "Das soziale Miteinander in Frankfurt lebt vom Zusammenhalt innerhalb der Stadtteile und Quartiere. Das gemeinsame Erleben von Kultur kann die Menschen näher zusammenbringen, Gemeinschaft stärken und weiterentwickeln. Musik kann hier der Motor sein. Der Alten Oper und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft danke ich im Namen der Stadt Frankfurt für diesen wertvollen Impuls. Der Gewinnerstraße aus Alt-Preungesheim wünsche ich tolle Begegnungen – untereinander und mit den Künstlerinnen und Künstlern."

Stellvertretend für das Team Alt-Preungesheim sagt Julia Scheit: "Wir möchten mit dem Projekt Musik in unsere Straße bringen und die Menschen im Viertel über alle Generationen hinweg verbinden."

Nach zwei erfolgreichen Durchgängen beginnt für das Communityprojekt „Eine Straße geht ins Konzert“ das nächste Kapitel: Mit der Straßengemeinschaft Alt-Preungesheim steht die neue Teilnehmergruppe für die Saison 2026/27 fest. Das Team aus der Straße Alt-Preungesheim war dem Aufruf der Alten Oper Frankfurt und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft gefolgt und überzeugte die Jury mit seinem kreativen Konzept. Im Projekt erleben die Bewohnerinnen und Bewohner über eine Spielzeit hinweg gemeinsam Konzerte in der Alten Oper und entwickeln zugleich eigene kulturelle Aktivitäten in ihrem Viertel.

Ein Jahr voller Musik in der Nachbarschaft

Den Auftakt markiert am 21. Juni 2026 die symbolische Staffelholz-Übergabe: Beim Abschlussfest des aktuellen Jahrgangs überreicht das Team der Rottweiler Straße den Staffelstab an die Nachfolgerstraße. Nach der Sommerpause folgt am 23. August beim Höfefest im Stadtteil die offizielle Vorstellung des Projekts im Viertel. Zum ersten gemeinsamen Konzertabend bricht die neue Straßengemeinschaft schließlich am 11. Oktober 2026 auf: Das Konzert mit Cécile McLorin Salvant, Jazz-Residenzkünstlerin der Alten Oper in der kommenden Saison, und der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz eröffnet ein Jahr voller kultureller Entdeckungen und gemeinsamer Erlebnisse.

Gemeinsam Kultur erleben, Nachbarschaft stärken

"Eine Straße geht ins Konzert" verbindet kulturelle Teilhabe mit bürgerschaftlichem Engagement. Im Mittelpunkt steht die Idee, Musikerlebnisse im Konzertsaal zugänglich zu machen und zugleich neue Begegnungen in der unmittelbaren Nachbarschaft zu ermöglichen. Die ausgewählte Straßengemeinschaft erhält über die gesamte Saison hinweg Einblicke in die Alte Oper und ist zu verschiedenen Konzerten eingeladen. Zugleich wird sie darin unterstützt, eigene Formate - Konzerte, Feste, gemeinsame Aktivitäten - zu entwickeln und im eigenen Viertel durchzuführen. Entscheidend dabei ist das Engagement der Bewohner*innen selbst: Gefragt sind Ideen, die zur jeweiligen Nachbarschaft passen und Menschen zusammenbringen. So entsteht ein Projekt, das Musik nicht nur erlebbar macht, sondern auch das Miteinander in der Nachbarschaft fördert.