Frankfurter Begegnungen

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29. Mai 2026, von Jens-Ekkehard Bernerth. Fotos: Alex Kraus

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Zum Auftakt der "Frankfurter Begegnungen" kamen in der Deutschen Nationalbibliothek mehr als 200 Engagierte zusammen. Das Projekt der Stiftung Polytechnische Gesellschaft und der Volkshochschule Frankfurt will zivilgesellschaftliches Engagement stärken, Begegnungen schaffen und Menschen qualifizieren.

Es wuselt im ersten Stock der Deutschen Nationalbibliothek im Frankfurter Norden. Mehr als 200 Engagierte und Menschen, die sich künftig engagieren wollen, kommen an den Ständen verschiedener Ehrenamtsangebote ins Gespräch, tauschen sich aus oder frischen alte Bekanntschaften auf. Sie alle sind Teil der Auftaktveranstaltung der "Frankfurter Begegnungen“, eines Kooperationsprojekts der Stiftung Polytechnische Gesellschaft und der Volkshochschule Frankfurt.

"Ehrenamt ist etwas Wunderbares", betont Oberbürgermeister Mike Josef in seiner Rede. "Es geht dabei immer um Empathie und Sozialintelligenz", sagt das Stadtoberhaupt weiter. Josef weiß, wovon er spricht: Er selbst habe früher stark vom ehrenamtlichen Engagement eines Pfarrers profitiert, der sich seiner Familie angenommen habe. "Ohne ihn wäre ich wohl heute nicht hier", teilt Josef mit den Anwesenden.

Es sind Geschichten wie diese die zeigen, welche Kraft ehrenamtliches Engagement entfalten kann – und wie sehr Zuwendung und geschenkte Zeit Lebensgeschichten beeinflussen können. Der Schlüssel dazu ist Begegnung, ergänzt durch Qualifizierung. Deshalb bietet die Volkshochschule Frankfurt kostenlose Kurse an, die Interessierte und bereits Engagierte dabei unterstützen sollen, sich sicher im Engagement-Umfeld zu bewegen.

Wie wichtig die Zivilgesellschaft für den Staat ist, betont Prof. Frank E.P. Dievernich, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft: "Die Zivilgesellschaft stützt die ganze Gesellschaft. Verantwortung kann nicht einfach abgegeben werden, und der Staat kann nicht alles gestalten. Deshalb machen wir als Stiftung etwas, das die Gesellschaft zusammenführt."

"Mit den Frankfurter Begegnungen wollen wir die Entanonymisierung in den Stadtteilen vorantreiben", erläutert Angela Lerch-Tautermann, Projektverantwortliche bei der Stiftung. "Außerdem wollen wir mit den kostenfreien Qualifizierungen und dem Austausch in den Community Hubs Netzwerke aufbauen und kollegiale Beratung anbieten." Austausch und Begegnung sorgten nicht nur für nachhaltige Beziehungen. Ein positiver Nebeneffekt sei, dass Einsamkeit in der Großstadt bekämpft werde. Ein Thema, das auch OB Josef am Herzen liegt: "54 Prozent der Menschen in Frankfurt wohnen alleine", mahnt er.

Das alles gelinge jedoch nur mit Unterstützung der Stadtgesellschaft, sagt Lerch-Tautermann. Optimal wäre es deshalb, wenn jede und jeder zum Multiplikator werde und so zu einem großen Engagement-Netzwerk beitrage.

Mit dem "Bahnbabo" Peter Wirth ist ein stadtbekannter Multiplikator bereits im Raum. Der ehemalige Tramfahrer und Freizeitpoet erzählt von seinem Engagement im Verein MainLichtblick, der schwer kranken Kindern große und oft auch letzte Wünsche erfüllt. Natürlich lässt es sich das Frankfurter Unikat nicht nehmen, ein Lobgedicht auf das Ehrenamt vorzutragen, das er – wie alle seine Gedichte – klassisch mit dem Stift zu Papier bringt. Seine Darbietung schließt er mit seinem bekannten Spagat.

Für Heike Hofmann, Staatsministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, sind Formate wie die Frankfurter Begegnungen ein wichtiger Pfeiler der Gesellschaft: "2,5 Millionen Hessinnen und Hessen sind bereits engagiert. Wir alle gestalten so das Fundament der Demokratie."

Termine und Anmeldung für die vier Netzwerkveranstaltungen:

  • Große Auftaktveranstaltung am 28.5.2026 in der Deutschen Nationalbibliothek, Adickesallee 1, 60322 Frankfurt am Main. 18 Uhr Einlass, 18.30 Uhr Beginn
  • 23. September 2026, 18.30-21 Uhr, Einlass ab 18 Uhr, Saalbau Titusforum, Walter-Möller-Platz 2, 60439 Frankfurt am Main
  • 02. Oktober 2026, 18.30-21 Uhr, Einlass ab 18 Uhr, Saalbau Südbahnhof, Hedderichstraße 51, 60594 Frankfurt am Main
  • 03. Dezember  2026, 18.30-21 Uhr, Einlass ab 18 Uhr, Saalbau Gallus, Frankenallee 111, 60326 Frankfurt am Main
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Viel Bewegung auf der Aktionsmeile, bei der Engagierte und Interessierte ins Gespräch kommen können.
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Positiver Nebeneffekt von Engagement: Man lernt neue Leute kennen.
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Ein wichtiger Bestandteil der "Frankfurter Begegnungen" ist das Netzwerken.
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Auch an den Tischen im Saal wird die Begegnung hochgehalten.
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Mehr als 200 Leute kamen in der Nationalbibliothek zusammen.
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Pins auf der Stadtkarte sollen bereits gelebtes Engagement visualisieren.
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Ministerin Hofmann bei ihrer Rede.
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Hielt einen flammenden Appel für das zivilgesellschaftliche Engagement: Oberbürgermeister Mike Josef.
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Aktiv für das Engagement: Mike Josef, "Bahnbabo" Peter Wirth, Angela Lerch-Tautermann, Heike Hofmann, Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Jana-Maria Keine, Bereichsleiterin Bildung für Demokratie und zivilgesellschaftliches Engagement bei der Stiftung, sowie Danijel Dejanovic, Direktor der Volkshochschule Frankfurt,
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Ein schwarzes Brett verknüpft Interessierte mit Initiativen und umgekehrt.
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"Nachricht aus dem Jahr 2035": Optimistisch-positive Schlagzeilen aus einer besseren Zukunft.
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