Wie funktioniert Kommunalpolitik? Welche Themen bewegen junge Menschen in Frankfurt? Und wie können sie ihre Anliegen direkt mit Politikerinnen und Politikern diskutieren? Mit diesen Fragen beschäftigte sich "Demokratie in der Stadt" zur hessischen Kommunalwahl 2026.
Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe der Stiftung Polytechnische Gesellschaft in Kooperation mit dem Journal Frankfurt und dem StadtschülerInnenrat Frankfurt. Eingeladen waren junge Menschen, die bei der Kommunalwahl am 15. März 2026 erstmals wählen dürfen oder kurz davorstehen. Moderiert wurde der Abend von Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, und Jasmin Schülke, Chefredakteurin des Journal Frankfurt. Begrüßt wurde das junge Publikum zudem von Stella Kreissl, stellvertretende Stadtschulsprecherin.
Zu Beginn erhielten die Teilnehmenden eine kurze Einführung in die Kommunalwahl und ihre Bedeutung für das Leben in der Stadt. Viele der anwesenden Schülerinnen und Schüler setzten sich an diesem Abend zum ersten Mal intensiver mit der Funktionsweise kommunaler Politik auseinander: Wie wird gewählt? Welche Aufgaben hat die Stadtpolitik? Und warum ist es besonders wichtig, sich an der Kommunalwahl zu beteiligen?
Austausch auf Augenhöhe
Im Mittelpunkt des Abends stand anschließend der direkte Austausch. An mehreren Thementischen entwickelten die Jugendlichen gemeinsam Fragen zu Bereichen, die ihre Lebensrealität unmittelbar betreffen – von Bildung und Schule über Sicherheit und Sauberkeit bis zu Wohnen, Verkehr, Wirtschaft oder Klimaschutz. Diese Fragen stellten sie anschließend den eingeladenen Kandidatinnen und Kandidaten zur Frankfurter Kommunalwahl.
An den Gesprächen beteiligten sich Dr. Katharina Knacker (Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Nils Kößler (CDU), Kolja Müller (SPD), Dr. Daniela Mehler-Würzbach (Die Linke), Dominik Rauth (FDP) und Eileen O’Sullivan (Volt). Die Politikerinnen und Politiker beantworteten die Fragen der Jugendlichen und diskutierten mit ihnen über mögliche Wege, die Stadt weiterzuentwickeln. Dabei wurde deutlich, wie konkret und differenziert sich die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit politischen Themen auseinandersetzen.
Kandidatinnen und Kanditaten auf dem heißen Stuhl der Schülerschaft
Mehrere Schülerinnen sprachen etwa die Situation rund um den Frankfurter Hauptbahnhof an und fragten nach Maßnahmen für mehr Sicherheit und Sauberkeit. Andere interessierten sich für den Zustand vieler Schulgebäude und wollten wissen, wie Sanierungen schneller umgesetzt werden können. Auch die Frage nach bezahlbarem Wohnraum für junge Menschen spielte eine wichtige Rolle. Aus dem Publikum wurde gefragt, wie Auszubildende, Studierende oder Berufseinsteigerinnen und -einsteiger künftig in Frankfurt eine Wohnung finden können.
Weitere Diskussionen drehten sich um nachhaltige Stadtentwicklung, den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sowie die Frage, wie wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz zusammen gedacht werden können. Ein weiterer Schwerpunkt des Abends war die Frage, wie junge Menschen stärker in politische Prozesse einbezogen werden können. Die Teilnehmenden diskutierten, über welche Wege Politik Jugendliche erreicht und welche Rolle Schulen, Jugendorganisationen oder digitale Kommunikationsformen dabei spielen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele der anwesenden Jugendlichen bereits ein großes Interesse daran haben, sich mit politischen Fragen auseinanderzusetzen und ihre Perspektiven einzubringen.
Mit Veranstaltungen wie dieser möchte die Stiftung Polytechnische Gesellschaft gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern, dem Journal Frankfurt und dem StadtschülerInnenrat Frankfurt, jungen Menschen Raum geben, sich über politische Themen zu informieren und eigene Fragen einzubringen. Der Abend zeigte, wie groß das Interesse an kommunalpolitischen Themen bei vielen der anwesenden Schülerinnen und Schüler ist und wie wichtig der direkte Austausch zwischen jungen Bürgerinnen und Bürgern und der Politik. Zum Abschluss richteten sich die Politikerinnen und Politiker noch einmal direkt an die Jugendlichen im Saal und ermutigten sie, sich einzumischen, Fragen zu stellen, Informationen kritisch zu prüfen und ihre Stimme zu nutzen. Viele politische Entscheidungen würden heute getroffen, die ihre Zukunft betreffen. Gerade deshalb, so der gemeinsame Tenor, sei es wichtig, sich zu informieren, Haltung zu zeigen und sich zu beteiligen – bei der Kommunalwahl und darüber hinaus.
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