Pressemitteilung
Stiftung Polytechnische Gesellschaft fördert Projekte gegen Einsamkeit im Alter
Neue Förderprojekte der Initiative "LEA - Projekte zur Linderung von Einsamkeit im Alter" stehen fest
FRANKFURT, 21. MAI 2026. Einsamkeit zählt zu den drängendsten sozialen Herausforderungen unserer Zeit. Sie betrifft zahlreiche Menschen in Frankfurt am Main und wirkt sich in hohem Maße auf ihre Lebensqualität und Gesundheit aus. Besonders betroffen sind ältere Menschen, die aufgrund von Krankheit, Mobilitätseinschränkungen, dem Ende des Berufslebens oder der räumlichen Entfernung zu Angehörigen zunehmend allein leben.
Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft setzt sich mit dem Förderprogramm "LEA – Projekte zur Linderung von Einsamkeit im Alter" gezielt für die Linderung dieser Einsamkeit ein. In einer ersten Förderrunde, die 2024 ausgeschrieben wurde, sind bereits vielfältige Maßnahmen unterstützt worden – darunter ein monatliches Museumscafé im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt, ein Spieletreff im Frankfurter Norden oder Bewegungsangebote in verschiedenen Frankfurter Stadtteilen.
Zum Ende des Jahres 2025 hatte die Stiftung zum zweiten Mal gemeinnützige Träger und Institutionen dazu aufgerufen, ihre Projektideen zur Unterstützung lebensälterer, von Einsamkeit betroffener Menschen einzureichen. Nun stehen die ausgewählten Projekte fest: Sie reichen von niedrigschwelligen Begegnungsformaten wie gemeinsamen Koch- und Essensangeboten oder quartiersbezogenen Spaziergängen über Gesprächs- und Nachbarschaftskreise in gemeinschaftlichen Wohnprojekten bis hin zu interaktiven Kultur- und Bildungsangeboten in der Stadtbücherei. Ergänzt werden diese durch innovative Ansätze wie den Aufbau eines ehrenamtlichen Präsenzdienstes in der Begräbniskirche St. Michael sowie die Weiterentwicklung bestehender, bewährter Formate, die gezielt den biografischen Austausch und generationenübergreifende Begegnungen fördern.
"Gesellschaftlicher Zusammenhalt zeigt sich darin, dass wir niemanden aus dem Blick verlieren – gerade auch ältere Menschen, die sich aus unterschiedlichen Gründen aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen haben oder daraus verdrängt wurden. Mit LEA möchten wir dazu beitragen, neue Zugänge zu schaffen, Begegnungen zu ermöglichen und so die Teilhabe dieser Menschen am gesellschaftlichen Leben zu stärken oder wieder zu ermöglichen", so Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft.
Die ausgewählten Projekte auf einen Blick
- "Gemeinsam am Tisch – Kochen und Essen gegen Einsamkeit im Alter", Billabong Familienzentrum Riedberg e. V.
- "Spiel- und Erzähltreff: Gemeinsam Erinnerungen teilen", Evangelisches Familienzentrum Regenbogen am Bügel
- "Kampagne zur Gewinnung und Qualifizierung des Präsenzdienstes in der Begräbniskirche St. Michael", Fachzentrum Trauerseelsorge St. Michael
- "Sindlinger Spaziergang – niedrigschwelliges Bewegungs- und Begegnungsangebot für Seniorinnen und Senioren", Frankfurter Verband für Alten- und Behindertenhilfe e. V. in Kooperation mit dem Quartiersmanagement Sindlingen und dem Sozialrathaus Höchst
- "Nachbarschaftskreise – Wohnen und Leben im Alter", Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e. V.
- Veranstaltungsreihe "Treffpunkt Zentralbibliothek … – Eine interaktive Veranstaltungsreihe für Seniorinnen und Senioren", Stadtbücherei Frankfurt am Main
- "Museumscafé", Senckenberg Naturmuseum Frankfurt
Stimmen zur Initiative
Von der Wirkung der Initiative berichten Verantwortliche bereits geförderter Projekte: "Mit dem 'Museumscafé' haben wir sowohl einen Ort der Begegnung als auch einen Ort für Neugierde und Entdeckungen geschaffen – und ein nachhaltiges, übertragbares Veranstaltungsformat, das einsamen Menschen fortgeschrittenen Alters die kulturelle Teilhabe und ein anregendes Miteinander ermöglicht", so Dr. Andrea Weidt, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Bildung & Vermittlung, Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt.
Auch die Verantwortlichen der neu ausgewählten Förderprojekte sehen in der Unterstützung durch die Stiftung eine große Chance: "Die LEA-Stiftungsmittel sind ein wegweisendes Signal für die Seniorinnen und Senioren in Sindlingen: Sie ermöglichen Angebote, die Begegnung fördern, Unterstützung im Alltag bieten und das Miteinander im Stadtteil stärken", sagt Bianca Stief, Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt am Main, Sozialraumkoordination Sozialrathaus Höchst, für die Kooperationspartner.
Mehr über die Förderinitiative
Weitere Informationen bietet die Profilseite zur Initiative. Für Rückfragen zum Förderengagement steht Dr. Katharina Uhsadel unter 069-789 889-15 oder per E-Mail unter uhsadel@sptg.de zur Verfügung.
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